Sew easy….. Softshell

Wie versprochen kommt hier ein Beitrag mit Tipps und Tricks zum Vernähen von Softshell für Euch – ein weiterer Beitrag unserer Reihe „Sew easy…“. Innerhalb dieser Reihe möchten wir Euch immer mal wieder hilfreiche Tipps und Tricks im Umgang mit Materialen und Zubehör geben, einfach um Euch das Nähen zu erleichtern und vielleicht auch ein wenig Angst vor dem ein oder anderen zu nehmen.

Durch den Verkauf von unseren Eigendesigns auf Softshell, haben wir von Euch immer wieder gehört, dass einige von Euch sich nicht rantrauen und Hilfestellung brauchen. Keine Angst vor Softshell, es lässt sich prima vernähen!

Sew easy … Softshell

Eure Fragen

Als wir Euch unsere letzte Softshell Kollektion vorgestellt haben, haben wir Euch auch gefragt, welche Fragen wir Euch beantworten sollen. Wir haben Eure Fragen gesammelt und jetzt sollen sie beantwortet werden!

Was ist eigentlich Softshell und woraus besteht es?

Softshell ist ein Funktionsstoff, der aus mehreren Lagen besteht. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Lagen wird Softshell zu einem wirklich tollen Material. Es ist weich, flexibel und robust. Hergestellt wird Softshell aus synthetischen Fasern wie Polyester (PES), Polyamid (PA) und Polypropylen (PP).

Bei unseren Eigendesigns wie Beispielsweise Peppa, Dino, Maus haben wir die Rückseite immer mit einem kuscheligem Fleece hinterlegt. Somit ist unser Softshell, durch die obere beschichtete Lage, nicht nur wasserabweisend, sondern hält durch die untere, mit Fleece versehene Lage, auch kuschelig warm.

 

Was kann man aus Softshell nähen? 

Aus Softshell lässt sich nicht nur Outdoorkleidung wie z.B Jacken, Matschhosen, Mäntel oder Anzüge nähen. Sondern ganz wunderbar auch Taschen, kleine und große, zum Shoppen, für den Strandausflug oder auch Sitzkissen für den Garten. Selbst bei Schultüten kann man mit Softshell arbeiten. Ihr seht, Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

 

Welche Nadeln und welches Garn sollte ich benutzen?

Wir empfehlen Universalnadeln in der Stärke 80-100 sowie Microtexnadeln Stärke 80-90. Als Garn möchten wir Euch hochwertiges und gleichmäßiges, sprich glattes Garn empfehlen, wie z.B. den Allesnäher von Gütermann, den ihr auch in unserem Shop findet. Durch die hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit des Nähfadens entstehen belastbare und haltbare Nähte, was grade bei Softshell wichtig ist.

 

Was ist beim Zuschnitt zu beachten?

Am Besten eignet sich für den Zuschnitt von Softshell ein scharfer Rollschneider, damit schöne glatte Kanten entstehen. Als kleiner Tipp: Lege die Fleeceseite nach oben, damit sich keine Fussel des Fleece in Deiner Schneidematte absetzen.

Natürlich kannst Du aber auch mit Deiner Schere zuschneiden, probiere einfach aus, womit Du besser zurecht kommst und die für Dich besten Ergebnisse erzielst.

Muss Softshell versäubert werden?

Es ist kein Versäubern nötig, aber bei manchen Teilen ist es optisch einfach schöner, versäuberte Kanten zu haben, z.B. im Inneren einer Jacke.  Dazu kannst Du einfach mit der Overlock oder mit dem Zickzackstich Deiner Nähmaschine Deine Teile versäubern. Als Alternative kannst Du auch Schrägband zum Versäubern verwenden.

Womit fixiere ich Softshell am Besten?

Wir empfehlen Dir Klammern. Nadeln hinterlassen kleine Löchlein und die wollen wir ja grade in Softshell vermeiden. Eine weitere Möglichkeit sind Nähgewichte um Dein Schnittmuster auf dem Softshell fest zu halten.
Reißverschlüsse und Taschen kannst Du auch prima mit Stylefix fixieren, damit nichts verrutscht.

Mit welcher Maschine sollte ich Softshell vernähen?

Wir empfehlen Softshell mit der Nähmaschine zu vernähen und lediglich zum versäubern (wenn gewünscht) die Overlock zu nutzen. Somit bleiben die Nähte schön Flach und tragen nicht auf.

 

Auf was sollte ich beim Nähen achten?

Gerade bei Softshell ist es schwierig eine Einstellungsempfehlung zu geben, da jede Maschine anders ist. Daher ist es am Besten, vor dem Nähen eine neue Nadel einzusetzen und an einem Probestück ein bisschen zu probieren. Am Besten experimentierst Du ein wenig mit Stichlänge, Fadenspannung und Nähfußdruck, bis Du mit Deiner Naht zufrieden bist. Wichtig ist, dass Du nicht nur mit einem einlagigen Teststück, sondern es auch doppellagig probierst.

Bei uns hat es sich bewährt, eine etwas größere Stichlänge (3,5- 4,5 mm) und verringerte Fadenspannung zu wählen. Damit haben wir die besten Ergebnisse im Stichbild und die Naht hat genügend Elastizität. Außerdem bedeutet eine längere Stichlänge auch wieder weniger Perforation im Stoff. Wie wir oben schon erwähnt haben, wollen wir bei Softshell ja unnötige Löcher vermeiden, damit gerade bei Kleidung so wenig Feuchtigkeit wie möglich eindringt.

Für besonders schöne Ergebnisse und auch damit Deine Nähte sich schön flach anlegen, empfehlen wir, die Nahtzugaben jeweils nach rechts und links zu legen und noch einmal abzusteppen.

Solltest Du beim überqueren von Nahtkreuzungen Probleme haben, baue Dir eine Brücke. Wichtig ist, das Du Deine Nadel dabei im Stoff lässt und erst dann den Nähfuß anhebst. Solltest Du keine sogenannte Hebamme haben, falte Dir ein Stück Stoff in der Höhe Deines Nähstücks und lege sie je nach Bedarf hinter oder neben die Nadel unter den Fuß. So sollte Deine Maschine über die Stelle nähen ohne hängenzubleiben oder den Nähfuß abrupt fallen zu lassen. So verhinderst Du  Fehlstiche.

Muss ich Softshell füttern?

Durch die Fleecerückseite muss der Softshell nicht gefüttert werden. Aber natürlich steht es Dir frei Dein Nähstück zu füttern. Wir würden es von dem jeweiligen Verwendungszweck abhängig machen.

 

Kann ich Softshell besticken?

Ja Du kannst Softshell besticken, aber bedenke dabei, dass auch hier der Stoff wieder perforiert wird. Wäge also für Dich ab, ob es für Dich sinnvoll ist oder nicht.

 

Muss ich Nahtdichtband verwenden?

In der Regel ist es nicht notwendig, denn Softshell dichtet quasi durch seine Beschaffenheit die Löcher, die beim Nähen entstehen teilweise selber wieder ab. Durch die Lagen des Stoffes, wird das Gewebe beim Nähen zusammengedrückt, dehnt sich aber nach dem Nähen ohne den Druck des Nähfußes wieder aus und verschließt somit die entstandenen Löcher wieder.

Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, kann ein Nahtdichtband aufbringen. Bitte achte aber darauf, dass Du Deinem Softshell beim Aufbringen nicht zu hoher Temperatur aussetzt. Am Besten testet Du auch hier wieder an einem Reststück.

Wir hoffen, wir konnten Dir mit diesem Beitrag einige Fragen beantworten und haben Lust darauf gemacht, das Nähen mit Softshell einmal zu probieren. Hast Du weitere Fragen? Dann lass es uns in den Kommentaren wissen!

Wir wünschen Dir einen schönen Tag

 

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tollen Tipps!!
    Ich würde auch so super gerne einen Overal aus diesem tollen Stoff für meinen kleinen Schatz nähen.. habe nur bisher leider kein Glück gehabt etwas davon zu ergattern..
    Es wäre so mega wenn es davon nochmal was geben würde☺️
    Vg Laura

  2. Hallo, vielen Dank für die vielen Tipps.
    Ich finde den Mausstoff Klasse. Wird dieser Stoff noch einmal im Shop angeboten?
    Viele Grüße Daniela

    1. Author

      Liebe Daniela,

      das ist momentan nicht geplant, aber wer weiß, was die Zukunft bringt.

      LG Sandra

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