Upcycling #2 – Täschlein aus Jeanshosentaschen DIY

Hier kommt unser zweiter Beitrag zu unseren Upcycling-Serie. Heute füttert die liebe Sandra von Näh-o-holic und gleichzeitig eine ganz liebe Kollegin, die unseren Instagram-Account hütet, unseren Blog mit einem tollen Upcycling DIY! Sie hat ein paar Jeans im Gepäck und zeigt Euch, was man zum Thema Upcycling daraus tolles zaubern kann!

Upcycling – Täschlein aus Jeanshosentaschen

Hallo Ihr Lieben,

ich freue mich, dass ich Euch heute meinen Beitrag zu unserer Upcycling-Serie vorstellen darf!

Es ist mal wieder Zeit für ein DIY oder?

Kennt ihr das, die Lieblingsjeans hat ausgedient und ihr bringt es nicht übers Herz sie wegzuwerfen? Das braucht ihr auch nicht mehr, denn ich werde Euch nun ein Beispiel von ganz vielen zeigen, wie Ihr  Eurer Lieblingsjeans neues Leben einhaucht. Dabei sein werden im Laufe der Serie noch ganz unterschiedliche Dinge, wie Taschen, Deko und … ach lasst Euch einfach überraschen.

Heute möchte ich Euch zeigen, wie man aus den Hosentaschen der Jeans kleine Täschchen nähen kann.

Dafür braucht ihr :

  • einfach eine alte Jeans oder einen Jeansrock, irgendwas eben wo Taschen dran sind.
  • ein Stück Webware für das Innenfutter und
  • einen passenden Reißverschluss.

 

Außerdem je nachdem wie ihr Eure Tasche gestalten möchtet,:

  • ein Stück Webband
  • einen Schlüsselring
  • ein kleines Stück Band
  • und Material zur Gestaltung bei mir: bestempelte Snap Pap, gestickter Anhänger und Knopf

Los geht’s:

Zuerst nehmt ihr Euch die Jeans und schneidet die Taschen großzügig aus

Danach trennt ihr die Taschen vorsichtig vom Stoff ab. Seid dabei geduldig und arbeitet langsam, so das ihr nicht versehentlich Löcher in die Taschen schneidet. Ich komme dabei am besten mit einem Nahtauftrenner klar, es geht aber auch mit einer kleiner spitzen Schere.

Sollten Euch Nieten im Weg sein, versucht diese vorsichtig zu entfernen. Das geht am besten wenn man auf der Rückseite des Stoffes unter dem Plättchen der Niete mit einem Schraubendreher etwas hebelt. Wenn ihr dabei vorsichtig arbeitet, bleibt nur ein klitzekleines Loch im Stoff, welches später beim nähen verschwindet.

Habt ihr die Taschenteile ausgetrennt, entfernt das Garn und alle Garnfussel, die vom auftrennen auf dem Stoff liegen.

Nun brauchen wir ein Innenfutter für unsere Tasche. Prima eigenen sich hier Reststücke, da die Tasche ja nicht so groß ist.

Steckt am besten eine Eurer Taschen auf den Stoff, den ihr ausgesucht habt. Ich habe ihn hier in doppelter Stofflage liegen, damit ich nur einmal schneiden muss. Nun solltet ihr also zwei Außen und zwei Inntenteile haben. Nun könnt Ihr Euch schon einmal den Reißverschluss zur Hand nehmen. Denn jetzt geht’s ans Nähen!

Jetzt wird der Reißverschluss eingenäht. Legt den Reißverschluss zwischen ein Außen- und ein Innenteil. Wenn ihr einen Reißverschlussfuss für Eure Nähmaschine habt, setzt diesen jetzt ein. Näht langsam am Reißverschluss entlang und denkt ca. in der Mitte daran, die Position des Zippers zu verändern, damit ihr mit dem Nähfuss nicht hängen bleibt.  Dazu näht ihr bis kurz vor den Zipper, hebt den Nähfuss, zieht den Zipper auf die andere Seite, senkt den Nähfuss wieder und näht weiter.

Auf der anderen Seite des Reißverschlusses näht ihr ebenso ein Außen und ein Innenteil an. Habt ihr beide Seiten fertig genäht, sollte es nun so aussehen und ihr könnt noch die Kanten absteppen. Achtet dabei auf das Innenfutter. Am besten bügelt ihr die Kanten einmal über, damit alles schön glatt liegt und ihr keine Wellen in den Stoff näht.

Nun ist es Zeit für Deko und Verzierungen, wenn ihr mögt. Egal ob plotten, sticken, applizieren, stempeln…. lasst Eurer Fantasie freien lauf!

Ich habe mich für Snap Pap entschieden und sie lediglich bestempelt.

Achtet darauf, wenn ihr etwas auf den Jeansstoff näht, wirklich nur auf dem Jeans näht und nicht das Innenfutter mit fasst.

Nun sind wir schon im Endspurt und können die Tasche verschließen. Dazu legt ihr jeweils die Jeansseiten und das Innenfutter aufeinander. Alles gut mit Nadeln oder Klammern fixieren.

Wer möchte kann noch ein Stück Webband mit einfassen. Wer es nicht in einem Zug machen mag, kann es vorher  natürlich schon einmal mit ein paar Stichen fixieren. Dann verrutscht auch nichts mehr.

Nun einmal rundherum nähen und nicht vergessen im Innenfutter eine Wendeöffnung zu lassen. Nicht zu klein, dann ist es später leichter, die Tasche zu wenden.

Jetzt könnt ihr einmal rundherum mit der Zickzackschere die Nahtzugaben zurück schneiden. So ist später beim Ausformen leichter und auch schöner zu formen

Nun sind wir schon im Endspurt und ihr könnt Eure Tasche vorsichtig durch die Wendeöffnung wenden. Arbeitet langsam und vorsichtig. Sollte Eure Wendeöffnung zu klein sein, wendet nochmal zurück und macht sie etwas größer

Habt ihr die Tasche gewendet und ausgeformt, kann auch schon die Wendeöffnung zugenäht werden. Dafür müsst ihr das Innenfutter wieder herausziehen und die Wendeöffnung schön glatt übereinander legen. Fixiert sie mit Nadel oder Clips. Nun näht langsam und vorsichtig die Öffnung zu.

Anschließend steckt ihr das Innenfutter zurück und formt ggf. nochmal etwas aus. Wenn ihr mögt, könnt ihr jetzt noch ein Band am Reißverschluss, einen Anhänger oder was auch immer ihr mögt anbringen.

Fertig ist Eure Jeanshosentäschlein!

 

War gar nicht so schwer oder? Ich hoffe Euch hat dieses kleine  DIY gefallen und vielleicht sehen wir ja in nächster Zeit ein paar Jeanshosentaschen, ich würde mich freuen und bin gespannt  wie ihr Eure gestaltet.

 

Bis bald
Sandra

 

 

 

 

 

3 Kommentare

  1. Wie cool, jetzt weiß ich endlich, was ich mit meinen alten Jeans mache. Vielen Dank! Sag mal wo bekommt man so Stempel wie Mermaid her? Merci u Lg Antje

  2. Was fuer eine suesse Idee! Ich hoffe, wir haben bald ein paar kaputte Jeans hier 🙂

  3. Hallo, das ist ja ne coole Sache und wird gleich mal ausprobiert. Danke und viele Grüße aus Dresden, Cindy.

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